Pressemeldung vom 12. März 2009

Bauen-Wohnen.Net

Vom öden Flachdach zur Naturoase

Vom öden Flachdach zur NaturoaseJedes Jahr müssen viele Flachdächer saniert werden, weil sie undicht oder unzureichend wärmegedämmt sind. Nach dem Abdichten und Verlegen der Grundwärmedämmung stehen die Bauherren vor der Frage, für welche Art von Flachdach sie sich entscheiden sollen. Das wäre der richtige Zeitpunkt, auf die herkömmliche Kiesauflage zu verzichten und die ökologische Alternative eines begrünten Daches zu wählen, empfiehlt die Wüstenrot Bausparkasse.

Ob ein Pflanzdach möglich ist, hängt von zwei Voraussetzungen ab: Die Dachneigung muss unter 35 Grad liegen, und die Dachkonstruktion muss genügend tragfähig sein. Bauliche Vorkehrungen gegen das Abrutschen des speziellen Bodens sind bei einem Gefälle bis 15 Prozent nicht erforderlich. Auch werden keine besonderen Wasserabläufe benötigt, um Staunässe zu vermeiden, denn wurzelfeste Unterlagen, die das Eindringen der Pflanzen in die Dämmschichten verhindern, gehören zum Liefererumfang eines Fachbetriebs.

Ein Gründach zahlt sich schnell aus: Das Haus wird besser gegen Hitze abgeschirmt, die Dämmwirkung gegen Wärmeabfluss erhöht sich, und die Dachabdichtung ist widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Begrünte Dächer leisten einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz, denn je nach Bauart werden 50 bis 90 Prozent der Niederschläge auf den Dachflächen zurückgehalten, verdunsten und kehren unmittelbar in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Viele Städte fördern deshalb Dachbegrünungen durch reduzierte Abwassergebühren. Die Verdunstungskälte bewirkt zudem ein positives Kleinklima: Wohnräume unter Pflanzdächern weisen im Sommer fünf bis acht Grad geringere Temperaturen auf als Räume unter konventionellen Dächern.

Auch beim Einsatz von Solarstromanlagen macht sich eine Dachbegrünung positiv bemerkbar. Fotovoltaik-Module sind nämlich bei niedrigen Betriebstemperaturen besonders effizient. Nach einer groben Faustregel sinkt die Leistung von Solarmodulen bei jedem Grad Erwärmung über 25 Grad Celsius um 0,5 Prozent – auf einem kühlenden Gründach bringen sie also einen höheren Stromertrag. (News-Reporter.NET/as)

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